Der Urwaldgarten

Einführung

Der Braunschweig-Löwe (Replik) auf dem Burgplatz unserer Stadt. Der Löwe aus Bronze ist einer der bedeutensten kulturhistorischen Standbilder Deutschlands. Der Künstler ist unbekannt.

Der Braunschweig Löwe in Schokolade wurde von Matthias Witte geformt

Der Schokoladenlöwe vor dem Original in der Burg des Landesmuseums Foto:  Peter Sierigk

Wir haben uns auf den Weg gemacht, um zu erkunden, ob es möglich ist, den Braunschweig-Löwen in Schokolade zukunftsorientiert, also gerecht, naturnah und gestalterisch respektvoll zu produzieren und als hochwertige Schokolade mit hohem ethischen Anspruch, in Braunschweig zu vermarkten.

 

Besuch bei einem Kakaobauern

http://urwaldgarten.de/wp-content/uploads/2015/07/Besuch-bei-einem-Kakaobauern.pdf

Sammlung von Kakaofrüchten vor der Entfernung des Fruchtfleisches mit den Kakakobohnen. Die Farbigkeit ist abhängig von der Sorte und der Art und nicht von der Reife. Im Hintergrund links eine Ananaspflanze.

Der „Urwaldgarten“

„Urwaldgarten“ heißen unsere Schokoladenprodukte, weil sie aus den urwaldähnlichen traditionellen Pflanzengärten von Kleinbauern kommen. Etwa 70 Kleinbauern pflegen und beernten diese Vielfalt an Pflanzen in den Gärten, in denen auch unser Kakao für die Schokolade des Braunschweig Löwen wächst. In der botanischen Vielfalt des „Urwaldgarten´ “ wachsen neben Kakao weitere Nutzpflanzen wie Manjok, Bananen, Kochbabanen (Platano), Süßkartoffel, Mango, Avocado, Kautschukbaum, Ananas und vieles mehr für den täglichen Bedarf.

Früchte an einer Kakaopflanze mit erntereifen Früchten in einem dicht bewachsenen „Urwaldgarten“.

Die Kakaofrüchte wachsen direkt am Stamm oder an Ästen (man nennt dies Kauliflorie)

Kakaobäume mit Früchten und mit Ananas und bodendeckenden Wildkräuter im Morgennebel

Uwe Meier in einem „Urwaldgarten“ zwischen Frucht tragendem Kakaobaum. Der Boden ist mit Wildkräutern bewachsen.

Finca eines Kleinbauern am Eingang mit Orchideen geschmückt

Kleinbauernfamilie vor ihrem Wohnhaus nach Feierabend

In diesen Gärten, die in der Regel 2-5 ha groß sind, befinden sich auch die Wohnhäuser der Kleinbauern. Alle Kleinbauern halten in ihren Urwaldgärten Geflügel. Dazu gehören insbesondere Hühner, Enten und Truthähne. Die meisten halten auch ein oder zwei Schweine, manche eine Kuh und oft auch ein Maultier oder ein Pferd für dieTransporte.

 

Truthahn mit Hühnern

Termiten in ihren selbstgebauten, geschützten Laufwegen an einem Baumstamm. Die faunistische Biodiversität ist in den Urwaldgärten vergleichsweise hoch. Das ist ein Beitrag zur wichtigen Biodiversität.

Das Hausschwein – festgebunden an einem Kakaostrauch. Der Boden ist bewachsen und wird nicht mit Herbiziden behandelt..

Pferde sind ein übliches Transportmittel

Im Urwaldgarten kommt die botanische Vielfalt des Mischanbaus zur Geltung. In dieser Permakultur oder „Sistema Agroforestales“, wachsen neben unserem Kakao weitere Pflanzen und darunter auch Nutzpflanzen wie Manjok, Bananen, Platano, Süßkartoffel, Mango, Avocado, Kautschukbaum und Ananas. Dieses Anbauverfahren erhält die Bodenfruchtbarkeit, tragen zum Klimaschutz bei und erhöhen die Biodiversität. Diese Urwaldgärten sind die nachhaltigsten Formen einer Agrarethik unter Berücksichtigung optimaler heimische Nahrungsmittelversorgung.

Unser Kakao aus dem Urwaldgarten entlegener Gebiete, ist mehr als die Bio-Plantagenwirtschaft, zumal sie auch eine Alternative für den Koka-Anbau ist. Unsere Friedensschokolade aus dem Urwaldgarten trägt bei, die Hoffnungen auf Frieden in Kolumbien zu unterstützen.